Zentrum für Neurologie und Seelische Gesundheit im Kapuziner Karree in Aachen

Untersuchungsverfahren in unserem ZNS-Zentrum

Elektrophysiologische Untersuchungen

EEG (Elektroenzephalografie)

Die Elektroenzephalografie ist eine Untersuchung zur Funktionsprüfung des Gehirns. Hierbei erfolgt eine Messung der spontanen Hirnaktivität über Elektroden, die auf die Kopfhaut aufgesetzt werden. 

Veränderungen des EEGs finden sich z.B. bei Anfallserkrankungen, Stoffwechselerkrankungen, Hirnabbauprozessen, Durchblutungsstörungen, Entzündungen oder Tumoren. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert ca. 30 Minuten.

ENG (Elektroneurografie)

Die Elektroneurografie ist eine Untersuchung der Nervenleitgeschwindigkeit zur  Funktionsfähigkeit eines peripheren Nerven. Durch einen kleinen elektrischen Impuls wird der Nerv gereizt und die Signalweiterleitung an einem Muskel mit Oberflächenelektroden registriert.

Eine Störung der Nervenleitgeschwindigkeit tritt z.B. bei Engpasssyndromen (Karpaltunnelsyndrom) oder bei Polyneuropathien auf. Die Untersuchung ist mit einem leichten Hautreiz verbunden und dauert ca. 10 Minuten.

EMG (Elektromyografie, Untersuchung der Muskeln)

Bei der Elektromyografie wird die elektrische Aktivität von Muskeln über das Einführen einer dünnen Nadel durch die Haut in den Muskel gemessen. Die Untersuchung wird eingesetzt bei Schwäche oder Schmerzen der Muskulatur, z.B. bei Bandscheibenvorfällen; Muskelerkrankungen, Polyneuropathien.

Der Stich der Nadel ist vergleichbar mit einer Blutentnahme und gering schmerzhaft. Bei Blutungsneigung (z.B. Marcumar-Behandlung) ist die Untersuchung nicht durchführbar. Dauer: ca. 5 Minuten.

EP (evozierte Potenziale)

Als evozierte Potenziale bezeichnet man die Registrierung der elektrischen Aktivität des Gehirns als Antwort auf einfache, wiederholt dargebotene akustische (AEP = akustisch ev. P.), sensible (SEP = somato-sensibel ev. P.) oder visuelle (VEP = visuell ev. P.) Reize. Die Reizableitung erfolgt mittels kleiner Nadelelektroden von der Kopfhaut.

Die Untersuchungen geben Aufschluss über die Leitfähigkeit des Hörnerven, der sensiblen Leitungsbahnen und der Sehbahn bei z.B. entzündlichen Erkrankungen (z.B. bei MS). Die Untersuchungen sind nicht belastend und dauern ca. 10-15 Minuten.


Ultraschall-Diagnostik der Hirn- und Halsgefäße 

Farbduplexsonografie hirnversorgender Arterien

Die Farbduplexsonografie ermöglicht die gleichzeitige Darstellung der Weichteilstrukturen und des Blutstromes. Aufgrund unterschiedlicher Farbtöne kann die Stärke des Blutstromes sichtbar gemacht werden und somit können z.B. Verengungen, arteriosklerotische Ablagerungen, Gefäßwandeinrisse oder Verschlüsse nachgewiesen werden. Die Untersuchung dient der Kontrolle nach Operationen oder Stentimplantationen bzw. der Abschätzung des Schlaganfallrisikos. Die Untersuchung ist schmerzfrei und dauert ca. 20 Minuten.

 

Testpsychologische Diagnostik

Neuropsychologische Testverfahren

Mit Hilfe dieser Untersuchungsverfahren werden die Wahrnehmung, die Konzentration, die Merkfähigkeit und die Motorik überprüft. Sie gestatten eine Aussage z.B. über die Gedächtnisleistung und die räumliche Orientierung und werden beispielsweise eingesetzt in der Diagnostik von Gedächtnisstörungen bei Demenzen oder Depressionen.

Die Untersuchung wird von erfahrenen Psychologen – z.T. computerunterstützt – durchgeführt und dauert je nach Fragestellung ca. 1-2 Stunden.

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Wir stellen ein

  • Assistenzarzt m/w für 2 Jahre Weiterbildung Neurologie bzw. Psychiatrie
  • Facharzt m/w (Neurologie/Psychiatrie)
  • Praxismanager m/w
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