Fachbegriff "Psychiatrie"

Der Begriff Psychiatrie ist etymologisch aus dem Griechischen für „Psyche“ (Seele) und „iatrós“ (Arzt) zusammengesetzt und bedeutet wörtlich übersetzt etwa „Seelenheilkunde.“

Das Fachgebiet der Psychiatrie beschäftigt sich mit der Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung seelischer Erkrankungen. Seelische Erkrankungen können mit einer Änderung der Gefühlslage (wie z. B. bei depressiven Erkrankungen), aber auch mit Veränderungen der Wahrnehmung und des Denkens (wie z.B. bei der Schizophrenie) einhergehen.

Aber auch eine Vielzahl weiterer Erkrankungen, wie z. B. Suchterkrankungen (Missbrauch und Abhängigkeit von Alkohol, Drogen oder auch Spielsucht), Zwangsstörungen, Angststörungen, chronische Schmerzstörungen, Schlafstörungen, Essstörungen und eine Vielzahl psychosomatischer Gesundheitsstörungen werden von psychiatrischen Fachärzten behandelt. Häufige Anlässe für das Aufsuchen eines Psychiaters bilden auch lebenssituative Belastungen, Anpassungsschwierigkeiten an lebensverändernde Ereignisse, etc.

Seelische Erkrankungen haben aber nicht nur die psychische Dimension, sondern auch eine somatische und eine soziale Dimension.

Die somatische Dimension bedeutet, dass seelische Erkrankungen auch eine organische bzw. körperliche Ursache haben können. Der Psychiater ist in der Lage, diese Ursachen zu erkennen und eine entsprechende weitere Diagnostik und Behandlung einzuleiten. Zu diesen organischen psychischen Störungen gehören z. B. Demenzerkrankungen, hirnorganische Abbauerkrankungen oder Hirnfunktionsstörungen, aber auch psychische Störungen aufgrund von Erkrankungen oder Stoffwechselstörungen anderer Körperorgane.

Zudem muss auch die soziale Dimension in die Vorbeugung, Diagnostik und Behandlung mit einbezogen werden, da der Mensch in seiner individuellen Gegebenheit im Kontext eines sozialen Umfeldes steht, welches seinerseits ursächlich oder mitauslösend für seelische Erkrankungen sein kann, aber ebenso kann das soziale Umfeld auch gesundheitsfördernd sein oder entsprechend umgestaltet werden.

Somit bestimmen die psychische, die somatische und die soziale Ebene das psychiatrische Verständnis seelischer Erkrankungen, und zwar in der Vorbeugung, der Diagnostik und Behandlung.

Grundlage der Diagnosestellung ist zunächst ein ausführliches Gespräch mit Erhebung aller Symptome. Gegebenenfalls werden dann zusätzliche diagnostische Verfahren angewendet, wie z. B. durch eine Messung der Gehirnströme (EEG), bildgebende Verfahren (Computertomographie, Kernspintomographie etc.), neuropsychologische Untersuchungen oder weitere körperliche Untersuchungsverfahren.

Die psychiatrische Therapie orientiert sich am Krankheitsbild und wird gemeinsam mit den betroffenen Patienten festgelegt. Bei vielen Krankheitsbildern kann eine medikamentöse Unterstützung hilfreich sein. Psychotherapeutische Verfahren helfen bei der Bewältigung seelischer Konflikte und zwischenmenschlicher Spannungen bzw. bei der Bearbeitung zurückliegender, belastender lebensgeschichtlicher Ereignisse.

Im weiteren Sinne findet Psychotherapie immer auch in den psychiatrischen Gesprächen statt, die in der Praxis mit dem psychotherapeutisch ausgebildeten Psychiater geführt werden. Davon zu unterscheiden ist die Psychotherapie im engeren Sinne nach den Richtlinien der Krankenkassen. Als solche ist sie eine sog. genehmigungspflichtige Leistung, die nach genau festgelegten Kriterien erfolgt (siehe „Psychotherapie“).

In der Soziotherapie werden krankheitsbegünstigende und krankheitslindernde Maßnahmen im sozialen Umfeld identifiziert und mit dem Patienten gemeinsam hilfreiche Veränderungen besprochen.

Auch das Erlernen eines Entspannungsverfahrens kann bei einigen psychischen Störungen hilfreich sein.

Es besteht eine engmaschige Vernetzung mit weiteren ambulanten Therapieangeboten (Ergotherapie, Soziotherapie), aber auch mit Krankenhäusern und Tageskliniken.

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